Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland nimmt weiter zu / Foto: Patrick Pleul/dpa

BERLIN: Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr gestiegen  

Der Trend bei den Abschiebungen aus Deutschland zeigt nach oben. Der Bundesinnenminister hat erst kürzlich einen härteren Kurs bekräftigt.

 

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland nimmt weiter zu. Im ersten Halbjahr 2025 sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums mehr als 11.800 Menschen abgeschoben worden, laut Deutsche Press Agentur (dpa). Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm hervor (Alternative für Deutschland), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es früheren Angaben zufolge knapp 9.500 Abschiebungen. Im Gesamtjahr 2024 waren demnach mehr als 20.000 Abschiebungen und damit mehr als in den Jahren davor erfolgt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte sich jüngst mit seinen Amtskollegen aus Österreich, Dänemark, Frankreich, Tschechien und Polen für einen härteren Kurs in der Migrations- und Asylpolitik ausgesprochen. «Wirksame Rückführungen sind eine unerlässliche Voraussetzung für das Vertrauen in eine ausgewogene europäische Migrationspolitik», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Trotz der Zunahme kritisierte Holm die Zahl der Abschiebungen als ungenügend. «Von einer Abschiebeoffensive ist weit und breit nichts zu erkennen.» Der AfD-Politiker forderte unter anderem Abschiebezentren, um das Abtauchen Ausreisepflichtiger vor Rückführungen zu verhindern.

Fenix-magazin/SIM/dpa

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