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Kroatien wegen des Gesetzes zur Gesundheitserziehung an Schulen aufgebracht

Kroaten gegen Kinsey’s Sexualerziehung in den Schulen

klinci Der Beschluss des zuständigen kroatischen Ministeriums, dass der Unterricht der sog. geschlechtlichsexuellen Aufklärung in den Schulen eingeführt wird, basierend auf den Untersuchungen von Dr. Alfred Kinsey, rief in Kroatien bisher ungesehene Reaktionen hervor. Gegen das Lehrprogramm, das der katholischen Lehre entgegensteht, protestierte zuerst die Katholische Kirche. Gegen die Einführung einer solchen Erziehung schlossen sich auch einzelne Vertreter anderer christlichen Kirchen sowie zahlreiche Elternverbände an.

Überstürzte Suspendierung einer Redakteurin des öffentlichen Fernsehens

odgojDie Empörung gegen die Einführung einer solchen Gesundheitserziehung, genauer gesagt ihres vierten Moduls, eskalierte nach der Suspendierung von Karolina Vidović-Krišto, der HTV –Redakteurin, die in ihrer Sendung „Slika Hrvatske“ Teile des Dokumentarfilms „The Kinsey Syndrome“ zeigte. In diesem wurde Kinsey’s Untersuchung zur Sexualität von Kinder im Alter von zwei Monaten gezeigt, sowie die Schlussfolgerungen der Kinsey-Kritiker, die seine geschlechtlich- sexuelle Aufklärung für monströs halten, und ihn als „Pädophilen bezeichnen, der es geschafft hat, seine krankhaften Neigungen als normal darzustellen.“ Nachdem die Redakteu-rin des öffentlichen Fernsehens, welches von der Regierungskoalition kontrolliert wird, plötzlich auf Eis gelegt wurde, sowie nach der Absetzung ihrer Sendung, die nur im Programm für Kroaten außerhalb Kroatien ausgestrahlt wird, veröffentlichten viele Internetportale diese umstrittenen 20 Minuten des Dokumentarfilms über Kinsey. So wurde die Sendung auch von Zuschauern in Kroatien gesehen. Die öffentliche Meinung wurde in einer Umfrage der einflussreichsten Tageszeitung, “Večernji list”, ermittelt, wonach 86 Prozent der kroatischen Bürger mit der Ausstrahlung des Dokumentarfilms einverstanden waren und die Redakteurin Vidović-Krišto unterstützt haben.

Herabwürdigung der Familie als Institution

odgoj2Der ganze Vorfall wurde zusätzlich vom Bildungsminister Jovanović angeheizt, als er der Kirche mitteilte, sich gefälligst nicht in die Erziehungs- und Bildungspolitik einzumischen, die in die Zuständigkeit der weltlichen Institutionen gehören. Die Bischöfe entgegnete ihm, die Regierung degradiere die Familie als Institution und verlangten ein Gespräch mit dem Minister. Seine Antwort war, er habe nicht vor, eine Sekunde seiner Zeit an die Kirche zu verschwenden. Minister Jovanović ignorierte auch die Haltung der Eltern, die sich zu 90 Prozent gegen die Einführung einer solchen Erziehung aussprachen. Vor allem das vierte Modul dieses Lehrplanes ist stark umstritten, für den die Kirche und Eltern behaupten, „mit seiner Lehre die Kinder zu missbrauchen“. Wovor habe der Minister Angst, fragen sich viele? Wenn er auf die Kirche, die Priester und Bischöfe nicht hören will, warum hört er auf die Stimme der Eltern nicht? Wer hat mehr als die Eltern das Recht zu entscheiden, wie ihre Kinder erzogen werden sollen? Aus diesem Grund fordern die Eltern und die Kirche eine öffentliche Diskussion zu dieser Frage, aber von der Regierung kommt keine Antwort.

Die Regierung hört auf die Stimme des Volkes nicht, welches sie gewählt hat

Die Regierung hört weder auf die Stimme des Volkes, welches sie wählte, noch auf das Kroatische Helsinki- Komitee (Hrvatski Helsinški odbor (HHO)). Das HHO gab vor ein paar Tagen durch eine Meldung bekannt, dass die Regierung der RK durch die Einführung der Gesundheitserziehung mit einen solchen Currikulum internationale Rechtsakte verletzte, die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedet wurden. Nach all dem weiß niemand so genau, was die Verantwortlichen des zuständigen Ministeriums, mit Minister Jovanović an der Spitze, noch vorhaben. Viele sind sich einig, dass der Weg, auf dem die Regierung beharrt, die Familie als Gesellschaftsbasis zerstört. Die Kroaten wollen, dass ihre Regierung die Einführung der Kinsey-Sexualerziehung in ihren Schulen kategorisch ablehnt, wie es bereits in Polen geschehen ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Regierung gegen solche Einstellungen taub stellt.

Schrieb : Marijana Dokoza
E-mail: marijana.dokoza@fenix-magazin.de

 

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