FeniX zu Gast im Kinderheim St. Josef in Hrvatski Leskovac

Kinder, die Angst vor Wünschen haben…

djeca dom

 

Nur diejenigen unter uns, die es selbst erlebt haben, können verstehen was ein Kind fühlt, dass von der eigenen Mutter oder vom Vater verlassen wird. Diese Kinder fragen sich ein Leben lang: „Warum liebt meine Mutter oder mein Vater mich nicht und wird sie oder er jemals zurückkehren? Ordensschwester Katarina Pišković, Leiterin des Kinderheims St. Josef in Hrvatski Leskovac(das Kinderheim beherbergt30 Waisen) erzählt uns, dass sich manchmal die Mütter selbst nicht darüber im Klaren sind wie viel Leid sie ihrem Kind zufügenwenn sie verlassen. Leider verlassen zunehmend mehr Mütter ihre Kinder. Die häufigsten Gründe dafür sind:eine schwierige materielle Situation, sie sind zu früh Mutter geworden und kommen damit nicht zurecht, sie leben in Scheidung, sie leiden an einer Abhängigkeit (Drogen, Alkohol, Tabletten etc.) oder unter einer schweren Krankheit. „Am traurigsten für uns anzusehen ist es, wenn die Polizei die Kinder aufgrund eines gesetzlichen Beschlusses ins Heim bringt und sie dadurch von der Familie getrennt werden. Im Kinderheim versuchen wir deshalb den Kindern in dieser Situation ein warmes Zuhause zu bieten, so lange wie sie es benötigen und wollen. Wenn sie uns dann eines Tages verlassen, besuchen sie uns fortan regelmäßig. Einige von Ihnen sogar mit ihren Kindern“, erzählt uns Ordensschwester Katarina Pišković stolz und betont, dass alle in St. Josef eine große Familie bilden.

Spendenadresse

Das Kinderheim St. Josef (Dječji dom sv. Josipa)befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand und muss weiter ausgebaut werden, da die bestehenden Räumlichkeiten feucht und baufällig sind. Jeder der die Hilfsaktion für die Schützlinge des Heims finanziell unterstützen möchte, bitten wir die Kinder über folgende Adresse zu unterstützen: Sestre Karmelićanke Božanskog Srca Isusova (Schwestern des Karmeliterordens vom Göttlichen Herzen Jesu), Leskovački brijeg 15, 10251 Hrvatski Leskovac, Hrvatska (Kroatien). Devisenkonto-Nummer: 703000-821579 IBAN HR78 2340 0091 1100 9738 0 PRIVREDNA BANKA ZAGREB D.D. 10000 Zagreb, Račkoga 6, Croatia SWIFT CODE: PBZGHR2X

Die Schwestern des Karmeliterordens in Wien

Im Kinderheim wohnen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 20 Jahren. Die Ordensschwestern des Karmeliterordens, die das Heim betreuen, kümmern sich liebevoll um Erziehung, Bildung und Gesundheit der Kinder. Das Heim verfügt über Pädagogen, Psychologen, Logopädenundsogar über einen männlichen Sportlehrer, der, wie sie die Schwestern sagen, als Person für die Identifikation der Jungen besonders wichtig sei. Die Kindererleben hier einen geregelten Tagesablauf und gehenin die Schule, treiben Sport, arbeiten in Werkstätten, genießen ihre Freizeit und finden immer Zeit für das gemeinsame Gebet. Einige der Kinder sind außerordentlich begabt und z.B. ausgezeichnete Sportler. Die Kinder sind offen und umgänglich, spontan und dankbar für das was sie erhalten.

Sie brauchen Zuneigung

Doch am meisten brauchen die Kindereine Familie und Zuneigung. Manche von Ihnen haben eine Familie, doch der Kontakt zu dieser ist „schädlich“ für deren kindliche Entwicklung. Den Kindern selbst fehlt gleicher Maßen der Kontakt zur Verwandtschaft. Die Freunde, welche Ihnen von Zeit zu Zeit einen Besuch in St. Josef abstatten, bedeuten ihnen daher umso mehr. Das stärkt sie auch zusätzlich in der Gewissheit nicht allein zu sein und als Mensch etwas wert zu sein, geliebt zu werden. Viele Kinder im Heim kennen ihre Eltern, doch deren Liebe kennen sie nicht. „Viele der Kinder, besonders die Jüngeren, verstehen nicht, warum ihre Eltern ihnen keine Liebe vermitteln können. Gründe dafür sind z.B.die Alkoholund Drogensucht der Eltern oder der ständige Konflikt mit dem Ehepartner. Je größer und älterdie Kinder irgendwann werden, desto mehr werden sie mit der Realität konfrontiert und sie versuchen, diese zu akzeptieren“, führt Ordensschwester Katarina Pišković aus.

Sie wünschen sich einzig ihre Mutter zurück

„Die Kinder von St. Josef wünschen sich keine teuren Geschenke. Sie wünschen sich nur Eltern, die sie lieben. Die jüngeren Kinder möchten sofort zu ihrenMüttern zurück, während die Älteren zuerst die Schule abschließen wollen. Sie träumen von einem guteneigenen Leben, um ihren Kindern das zu ermöglichen, was sie selbst entbehren mussten:Eine liebende Familie“, sagt Ordensschwester Katarina Pišković und fügt hinzu, dass sie manchmal den Eindruck habe, dass diese Kinder Angst davor haben sich etwas zu wünschen. „Sie haben große Verlustängste. Spontan würden sie nie einen Wunsch äußern oder überhaupt verlangen,dass ein solcher erfüllt wird. Unsere Kinder lieben z.B. das Reisen. Sie wollen neue Landschaften und Menschen kennenlernen. Während andere Kinder zu Verwandten fahren, haben sie niemanden zu dem sie fahren könnten, daher schätzen sie das Reisen so und sind offen für Neues. Manche unserer Kinder werden zu verschiedensten Festen eingeladen und einige unserer Kinder wissen nicht einmal wie eine gewöhnliche chzeitsfeierabläuft“,ergänzt Ordensschwester Katarina- Pišković. „Darum arbeiten wir daran, dass unseren Kindern ein so normales Leben wie möglich zu Teil wird, mit sämtlichen kroatischen Festen.“

Schrieb : Marijana Dokoza
E-mail: marijana.dokoza@fenix-magazin.de

 

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