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Das Schicksal der Kroaten in der Fremde unter dem Mantel der Einsamkeit!

uvodnik marijana dokoza fotoLiebe Leserinnen, liebe Leser,

neulich telefonierte ich mit einer Kollegin aus Berlin und nebenbei im Gespräch erwähnte sie, dass eine ihrer Freundinnen aus Frankfurt am Main vor kurzem einem Herzinfarkt erlag. Sie starb alleine, nachdem einige Jahre zuvor ihr Ehemann verstorben war. Die Polizei musste in die Wohnung einbrechen, um an ihren Leichnam heranzukommen.
Die Kollegin wusste, dass die Verstorbene in Frankfurt beerdigt worden ist, aber wo und auf welchem Friedhof, wusste sie nicht. Sie hatte niemanden, bis auf eine Stiefschwester von der niemand wusste, ob sie noch lebt. Nicht mal eine Katze oder einen Hund. Kann der Mensch selber schuld daran sein, wenn er allein auf der Welt bleibt? Diese Frage ist völlig nebensächlich wenn wir wissen, dass eine zerbrechliche Frau in der Einsamkeit ihrer vier Wände gestorben ist. Einige Tage lag sie tot in ihrer Wohnung herum. Und während dieser ganzen Zeit hat niemand gemerkt, dass sie nicht da ist. Die Kollegin ist erschüttert und traurig.

Ich muss zugeben, dass sich die Traurigkeit auch bei mir einschlich wegen der unbekannten Toten. Der Gedanke daran wieviele Menschen um uns herum, unsere Nachbarn und Bekannte, sterben und wir gar nicht merken, dass sie nicht mehr da sind. Diese Erkenntnis scheint so schmerzhaft und unerträglich. Wie oft denken wir: …Ich kann gar nicht glauben, dass sie/er allein gestorben ist, und in einigen Tagen vergessen wir diesen „Fall aus der Nachbarschaft“? Wir empfinden nicht mal ein bisschen Schamgefühl deswegen, weil jemand neben uns gestorben ist und wir das erst viel später nach einigen Tagen, Wochen bemerkt haben…Wir sind irgendwie daran gewohnt zu denken, dass dies nur den anderen passiert, denjenigen für die wir denken, dass sie kühler als wir Kroaten sind. Oder kommt es uns nur so vor? Versammelt bei den Gottesdiensten sonntags, bilden wir Kroaten in der Fremde uns ein, dass wir so viel näher zueinander stehen, näher zu den Verwandten und Freunden. Aber, sobald der Gottesdienst vorbei ist, geht jeder seinen eigenen Weg, sowohl die Eltern, als auch die Kinder. Es bleiben nicht mal Freunde oder Bekannte, um wie damals über die Ereignisse in der Woche zu plaudern oder sich an die Heimat zu erinnern. So wundert es nicht, dass auch wir Kroaten, die scheinbar so viel von der Heiligkeit und der Familie halten, immer öfter alleine in der Fremde sterben. Es passiert gerade das, wovon wir am meisten im Alter Angst haben, allein zu bleiben. Aus diesem Grund
sollten wir uns alle ein bisschen mehr umschauen, nach unserer Familie, nach unseren Freunden, Bekannten, Nachbarn…
Nehmen Sie Fenix und finden Sie heraus, was in diesen Tagen in ihrer„Nachbarschaft“ passierte.

In dieser Ausgabe verraten wir was mit der Kroatischen Gemeinde in Berlin passierte und was die Kroaten aus der Heimat von den Kroaten im Ausland erwarten. Wir bringen auch einen Fall aus Stuttgart. Lesen Sie genauso,warum der Tourismusminister Darko Lorencin einige Fremdenverkehrsbüros im Ausland schliesst, warum Miroslav Piplica einige Organisationen und Verbände in Österreich nicht so gut leiden kann, was die Mädels aus Due Deni in Berlin
machen und womit sich der immer bekanntere Schauspieler Jure Jakovljević beschäftigt. Wir schreiben wieder über Davorka Tovilo, dem Fotografen Rudi Čavar und der Wohltäterin Olga Stoss. Da sind auch Geschichten über das Leben der kroatischen Arbeiter auf den deutschen Baustellen. Unsere Reporter bringen Bilder und Geschichten
über Ereignisse der Kroaten in Frankfrut, Mainz, Karlsruhe, Hagen, Berlin, Stuttgart, Zürich, Schilieren, Balgach, Rheinfelden, Wien…

Lesen Sie Fenix, denn mit Fenix sind Sie nicht allein!

Chefredakteurin
Marijana Dokoza

 

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